Quelle: Pixabay

„retrain pain“ – Hilfe zur Selbsthilfe (www.retrainpain.org)

 

Bei chronischen Schmerzpatienten geht man heute von einer zentralen Sensitivierung (Buttler, Mosley, Nijs und andere) aus. Das Management dieser Patient liegt unter anderem in einer gezielten Edukation über die Schmerzmechanismen. Das Verstehen dieser Mechanismen ist eine der Grundvoraussetzungen um chronische Schmerzen erfolgreich zu beeinflussen und zu lindern. Hier hilft die o.g. Internetseite, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, den Schmerz zu bekämpfen. Es ist ein Onlinekurs in dem der Nutzer lernt wie er seine Beschwerden reduzieren kann und dadurch die Lebensqualität steigern kann. Dieser Kurs besteht aus 8 Kapitel. Zuerst wird die Sinnhaftigkeit von Schmerz erklärt – das Warnsystem bzw. Schutzsystem des Schmerzes. Es erfolgt dann ein Übergang zum fehlerhaften Arbeiten unseres Alarmsystem. In diesem zweiten Kapitel wird auf das Verursachen des übertriebenen Schmerzes eingegangen. In dem dritten Kapitel geht es darum wie man den „übertriebenen Schmerz“ behandelt. Das vierte Kapitel kümmert sich um das Tabuthema: „…will keiner über sein Gehirn sprechen“. Die strikte Einteilung in entweder physisch oder psychisch wird kritisch hinterleuchtet und ad absurdum geführt. Im folgenden fünften Kapitel wird auf die unterschiedlichen Schmerzverhalten eingegangen. Warum tut ein lebensbedrohender Schmerz oft solange nicht weh, solange die Lebensbedrohung besteht. Es wird die zentrale Schmerzhemmung – sprich „absteigende Hemmung“ erklärt. Nach der absteigenden Hemmung, wird auf das Phänomen der absteigenden Verstärkung eingegangen. Im vorletzten Lernkapitel wird auf die unterschiedlichen Körper- bzw. Schmerzreaktionen eingegangen welche durch die unterschiedlichen mentalen Voraussetzungen ausgelöst werden. Sprich: welche Erwartung habe ich? Das letzte Kapitel beschäftigt sich noch einmal mit dem Superhelden „absteigenden Hemmung“ und geht fragend auf die persönlichen Gedanken zu Schmerz und Schädigung ein.

Bei „retrain pain“ handelt es sich insgesamt gesehen um ein praktikables Angebot, welches gerade in der täglichen Arbeit mit chronischen Schmerzpatienten sehr hilfreich sein kann und die wertvolle Therapiezeit zeit- und kostensparend unterstützt. „retrain pain“ ist in mehreren Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch, abrufbar.

Viel Spaß beim Kennenlernen.

Matthias Zöller MSc

 

 

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